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Dansk-Svensk-Gardhund

Wie kommt man zu solch einen seltenen Hund?

Bei uns fing alles mit einer Hundezeitschrift an. Durch Zufall fand mein Freund einen kurzen Bericht über den seltenen Dansk-Svensk-Gardhund. Wir suchten bereits seit einiger Zeit nach einem passenden Hund für uns beide, das war leider nicht so einfach, wie man meint. Denn ich mag ganz besonders große Hunde und mein Freund ganz besonders kleine Hunde. Da ein Mittelmaß zu finden ist nicht so leicht! Jeder Hund der mir gefiel, gefiel ihm nicht und die ihm gefielen, waren für mich zwar süß, aber nicht so richtig der Hund für meine Bedürfnisse. Da war ich heilfroh, daß er den Artikel in der Zeitung gelesen hatte und mir stolz präsentierte. Die Größe war uns beiden ein Kompromiss und die Eigenschaften sagten auch uns beiden zu. Für mich das Temperament ohne ausgeprägtem Jagdtrieb (auch wegen der Katze), für meinen Freund keine stundenlangen Zwangsspaziergänge. Die Begeisterung war optimal, aber wie kommt man nun in Kontakt mit Züchtern? Was kostet solch ein Hund überhaupt? Duch langes Suchen fanden wir, auf Umwegen und mehr oder minder wieder nur durch Zufall, eine Telefonnummer eines dänischen Züchters. Solch ein Glück, es sind gerade kleine Welpen zur Welt gekommen. Das ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, denn ein Hund ist (soll niemals) eine Wurfmaschine sein! Diese Familie konnte zu unserem unübertroffenem Glück auch noch deutsch, sie waren sehr freundlich und es war sofort Sympathie da. Per Internet haben wir die folgende Zeit mit Mails und Fotosendungen verbracht. Dann war es endlich soweit und der Tag, an dem wir nun unser neues Famielenmitglied abholen durften, war da. Es folgte eine lange Fahrt, die sich lohnte! Die Glücksgefühle und schönen Erlebnisse alle zu beschreiben sprengt den Rahmen dieser Seiten. So viel Geduld zum Lesen kann auch kein Leser aufbringen, denke ich. Wir haben den wohl besten Hund der Welt bekommen... das lange Warten auf unserem Neuankömmling, die lange Fahrt nach Dänemark, das alles drumherum hat sich wirklich gelohnt!!! Wenn nun von Erfahrungen gesprochen werden kann, so steht es uns wohl nur zu, über eigene Erlebnisse und Beobachtungen zu dieser Rasse zu sprechen.

Unser Staunen begann, als wir die Welpen das erste mal sahen. In jedem anderem Welpenrudel ist ein ständiges Rangeln um die besten Plätze, Kaustangen, Spielsachen, Futtermengen und Aufmerksamkeiten angesagt. Doch diese Rasse ist bereits erheblich weit entwickelt und im Verhalten etwas anders wie andere Hunde. So lagen die Welpen nicht raufend, gebündelt auf einem Haufen, sondern lagen einzeln verstreut im Garten und jeder nagte in Ruhe an seinem eigenem Knochen ohne es dem anderem streitig zu machen. Sicher, toben und raufen taten sie auch gemeinsam, aber jeder schien irgendwie mit dem er er für sich hatte zufrieden zu sein. Drollige, kleine Hundewelpen begeistern doch jeden Hundeliebhaber, aber diesmal waren wir einfach nur hin und weg.

Da die kleine Hundefamilie von Oma, Mutti, und vier Hundekindern ein sehr harmonisches Zusammenleben zeigte, machten wir uns auf einen schlimmen Trennungsschmerz gefasst. Doch dies sollte nicht bestätigt werden. Unser kleines Wauwauchen war zunächst sowieso so sehr an den neuen Geschehnissen interessiert, daß er keine Zeit zum Vermissen der Mutti oder seinen Geschwisterchen hatte. Auf der Fahrt nach Hause beklagte er sich zwar einige male, aber das wohl ehe, weil Ihn das Wackeln und Brummen des Wagens störte und er nicht in ruhe schlafen konnte. Zu Hause angekommen, waren wir alle recht gespannt wie es nun mit der Katze und ihm funktionieren würde. Zu unserem Glück ist er kein großer Draufgänger, war wohl sowieso noch recht von den auf ihn einstürzenden Geschehnissen eingenommen und hatte keinen Bedarf die Katze mit “hey, ich fang dich jetzt” Spielen zu attakieren. Unsere Katze Molly ist bereits eine alte Oma von 14 Jahren, die nicht unbedingt erfreut ist, wenn man ihr ein nervendes Hundekind präsentiert, aber sie ist eine gute Seele und hat mit Hunden bereits Erfahrungen. Unser kleiner Wabbe ist lieber vor der beinahe dreimal so großen Katze in Deckung gegangen und hielt schon fast den Atem an, wenn sie in seine Nähe kam. Das ist auch für Molly ganz gut so, denn der quirlige Neuankömmling macht ja trotzdem erstmal Angst, man weiß ja schließlich nicht mit wem man es da zu tun hat.

Zunächst hatte Wabbe sich nicht unbedingt als tapferer Entdecker gezeigt, fremden Leuten und Hunden gegenüber zeigt er eine gewisse Distanz und Ängstlichkeit. Wir hatten uns alle Mühe gegeben ihn an neue Leute und Situationen zu gewöhnen. Die viermal so große Nachbarshündin ist ihm anfangs ein schrecklicher Graus gewesen. Immer auf weitem Abstand zum Zaun, es könnte ja etwas passieren.Wir hatten schon an seinem Heldentum gezweifelt, da besiegte die Eifersucht die Angst. Als ich die Nachbarshündin streichelte, war Wabbe so eifersüchtig geworden, daß er zwischen meinen Beinen geschützt zu grummeln und bellen anfing.

 

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